Detailansicht zu WAS-50 v7.0
Sprachversionen
| Sprache | Datei | Version | Band | Titel | DOI + Link |
|---|---|---|---|---|---|
| 🇩🇪 | WAS-50D | 4.0 | 05 | Das neurobiologische Drei-Netzwerke-Modell der traumabedingten Dissoziation und seine Bedeutung für den Typ 2 der strukturellen Dissoziation | ¦ |
Dokumentdetails: 🇩🇪 WAS-50D
Version: 4.0 (Datum: 2026-06-05)
YAML-Daten von WAS-50D
| Schlüssel | Wert |
|---|---|
| wa_id | WAS-50D |
| wb_band | WB_01D |
| title | WAS-50D: Das neurobiologische Drei-Netzwerke-Modell der traumabedingten Dissoziation und seine Bedeutung für den Typ 2 der strukturellen Dissoziation |
| subtitle | WA-Korpus - Band WB_01D 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH |
| author | Thor Alexander (ORCID: 0009-0007-8347-0962, 🔗 https://osf.io/snmx5/) |
| version | Version 4.0 vom 2026-06-05 |
| footline | WAS-50D: Drei-Netzwerke-Modell (V4.0) |
| abstract | Dieses Dokument stellt das neurobiologische Drei-Netzwerk-Modell der traumabedingten Dissoziation (Nicholson, Lanius et al., 2022) dar und überträgt es auf den Fall Yenifer/Yenny (strukturelle Dissoziation Typ 2). Es beschreibt die Rolle des Central Executive Network (CEN), Default Mode Network (DMN) und Salience Network (SN) sowie die HPA-Achsen-Fehlregulation bei der hochfunktionalen Dissoziation. Neurofeedback (NFB) wird als möglicher Behandlungsansatz diskutiert. Eine dreidimensionale Betrachtung (kognitiv, affektiv, viszeral) verdeutlicht die Janetsche Wurzel des Konzepts. Die Ausführungen gelten für beide Modelle (Typ 2α und Typ 2β), sofern nicht anders vermerkt. Dies ist ein nicht begutachtetes Manuskript und Teil von Band 01 des WA-Korpus zur strukturellen Dissoziation Typ 2. |
| abstract_en | This document presents the neurobiological triple network model of trauma-related dissociation (Nicholson, Lanius et al., 2022) and applies it to the case of Yenifer/Yenny (structural dissociation type 2). It describes the role of the central executive network (CEN), default mode network (DMN), and salience network (SN), as well as HPA axis dysregulation in high-functional dissociation. Neurofeedback (NFB) is discussed as a potential treatment approach. A three-dimensional perspective (cognitive, affective, visceral) highlights the Janetian roots of the concept. The findings apply to both models (type 2α and type 2β) unless stated otherwise. This is an unpublished manuscript and part of Volume 01 of the WA Handbook on Structural Dissociation Type 2. |
| keywords | Strukturelle Dissoziation, Typ 2, Fallanalyse, WAS-50, Drei-Netzwerke-Modell, Nicholson, Lanius, CEN, DMN, SN, HPA-Achse, Amygdala, Neurofeedback, NFB, kognitive Elemente, affektive Elemente, viszerale Elemente, Yenifer, Yenny, WA-Korpus, K-PTBS, SAM-Achse, Cortisol, CRH |
| volumes | WA-Korpus der Strukturellen Dissoziation Typ 2 - Integrative Einzelfallanalyse Yenifer/Yenny: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/DC9EZ • Deutsch/Original - WB_01D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH • English - WB_01E: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/B3D5R • Español/Latino - WB_01L: • Русский - WB_01R: |
Kapitel 1 von WAS-50D
## 1. Einleitung
Die neurobiologische Erforschung der Dissoziation hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Eine der wichtigsten Arbeiten in diesem Bereich ist das Drei-Netzwerk-Modell der traumabedingten Dissoziation von Andrew A. Nicholson, Ruth A. Lanius und Kollegen (2022), das in der Zeitschrift *Neuropsychopharmacology* veröffentlicht wurde. Dieses Modell beschreibt, wie die funktionelle Konnektivität zwischen drei zentralen Großhirnnetzwerken mit der Entstehung verschiedener Formen der Dissoziation zusammenhängt. Es bietet einen neurobiologischen Rahmen, um zu verstehen, warum Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen dissoziativen Symptomprofilen unterschiedlich auf Behandlungen ansprechen können.
Im vorliegenden Fall Yenifer/Yenny, der durch eine invertierte Hierarchie zwischen primärem und sekundärem Bewusstsein (Typ 2 der strukturellen Dissoziation) gekennzeichnet ist, stellt sich die Frage, ob dieses Modell zur neurobiologischen Fundierung der beobachteten Phänomene beitragen kann. Im Folgenden werden die Kernbefunde der Arbeitsgruppe um Nicholson und Lanius zusammengefasst und auf den Fall übertragen.
Kapitel 8 ergänzt die neurobiologische Perspektive um die klinisch-phänomenologische Ebene, indem kognitive, affektive und viszerale Elemente der Dissoziation betrachtet werden.
---
Die neurobiologische Erforschung der Dissoziation hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Eine der wichtigsten Arbeiten in diesem Bereich ist das Drei-Netzwerk-Modell der traumabedingten Dissoziation von Andrew A. Nicholson, Ruth A. Lanius und Kollegen (2022), das in der Zeitschrift *Neuropsychopharmacology* veröffentlicht wurde. Dieses Modell beschreibt, wie die funktionelle Konnektivität zwischen drei zentralen Großhirnnetzwerken mit der Entstehung verschiedener Formen der Dissoziation zusammenhängt. Es bietet einen neurobiologischen Rahmen, um zu verstehen, warum Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen dissoziativen Symptomprofilen unterschiedlich auf Behandlungen ansprechen können.
Im vorliegenden Fall Yenifer/Yenny, der durch eine invertierte Hierarchie zwischen primärem und sekundärem Bewusstsein (Typ 2 der strukturellen Dissoziation) gekennzeichnet ist, stellt sich die Frage, ob dieses Modell zur neurobiologischen Fundierung der beobachteten Phänomene beitragen kann. Im Folgenden werden die Kernbefunde der Arbeitsgruppe um Nicholson und Lanius zusammengefasst und auf den Fall übertragen.
Kapitel 8 ergänzt die neurobiologische Perspektive um die klinisch-phänomenologische Ebene, indem kognitive, affektive und viszerale Elemente der Dissoziation betrachtet werden.
---
Physischer Band: WB_05D – Theoretische Grundlagen der Dynamik: Bindung, Neurobiologie und Psychoanalyse
Keine Banddatei gefunden.