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🇩🇪 WAG-190D 1.0 13 Simulation, Krankheitsgewinn oder strukturelle Dissoziation? Abgrenzung der Hypothesen im Fall Yenifer/Yenny ¦

Dokumentdetails: 🇩🇪 WAG-190D

Version: 1.0 (Datum: 2026-06-11)

YAML-Daten von WAG-190D
Schlüssel Wert
wa_id WAG-190D
wb_band WB_11D
title WAG-190D:
Simulation, Krankheitsgewinn oder strukturelle Dissoziation?
Abgrenzung der Hypothesen im Fall Yenifer/Yenny
subtitle WA-Korpus - Band WB_11D
🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH
author Thor Alexander (ORCID: 0009-0007-8347-0962, 🔗 https://osf.io/snmx5/)
version Version 4.0 vom 2026-06-12
footline WAG-190D: Simulation vs. Typ 2 (V4.0)
abstract Dieses Dokument analysiert die differentialdiagnostische Abgrenzung zwischen Simulation (Malingering), artifizieller Störung (Factitious Disorder), Konversionsstörung und der strukturellen Dissoziation Typ 2 (Fall Yenifer/Yenny) hinsichtlich einer möglichen bewussten oder unbewussten Täuschung. Fünf Thesen werden systematisch geprüft: (1) primärer Krankheitsgewinn durch Versorgung ohne Gegenleistung, (2) Simulation kognitiver Defizite zur Vermeidung von Arbeit/Verantwortung, (3) erlernte Hilflosigkeit als bewusste Strategie, (4) Yenny als sekundäres Bewusstsein (Gegenargument), (5) Blindenhund-Metapher als Ausdruck echter Hilflosigkeit. Die Abwägung kommt zu dem Schluss, dass die vorliegende Evidenz gegen eine bewusste Simulation spricht. Die kognitiven Defizite sind durch iatrogene Polypharmazie (WAE-100, WAE-103) hinreichend erklärbar. Das Verhalten von Yenny ist Ausdruck der fixen Idee A12 eines sekundären Bewusstseins (Typ 2). Die therapeutische Konsequenz bleibt die Leuchtturm-Strategie. Die Ausführungen gelten für beide Modelle (Typ 2α und Typ 2β), sofern nicht anders vermerkt. Dies ist ein nicht begutachtetes Manuskript und Teil von Band 11 des WA-Korpus zur strukturellen Dissoziation Typ 2.
abstract_en This document analyzes the differential diagnostic distinction between malingering, factitious disorder, conversion disorder, and structural dissociation type 2 (case Yenifer/Yenny) regarding possible conscious or unconscious deception. Five hypotheses are systematically examined: (1) primary gain through care without reciprocity, (2) simulation of cognitive deficits to avoid work/responsibility, (3) learned helplessness as a conscious strategy, (4) Yenny as secondary consciousness (counterargument), (5) guide-dog metaphor as expression of genuine helplessness. The assessment concludes that the available evidence argues against conscious simulation. The cognitive deficits are sufficiently explained by iatrogenic polypharmacy (WAE-100, WAE-103). Yenny‘s behavior is an expression of fixed idea A12 of a secondary consciousness (type 2). The therapeutic consequence remains the lighthouse strategy. The findings apply to both models (type 2α and type 2β) unless stated otherwise. This is an unpublished manuscript and part of Volume 11 of the WA Corpus on Structural Dissociation Type 2.
keywords Strukturelle Dissoziation, Typ 2, Simulation, Malingering, artifizielle Störung, Factitious Disorder, Konversionsstörung, Conversion Disorder, sekundärer Krankheitsgewinn, primärer Krankheitsgewinn, erlernte Hilflosigkeit, Fixe Idee A12, Polypharmazie, iatrogen, Differentialdiagnostik, Fallanalyse, Yenifer, Yenny, WA-Korpus, K-PTBS, WAG-190
volumes WA-Korpus zur Strukturellen Dissoziation Typ 2 - Integrative Einzelfallanalyse Yenifer/Yenny: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/DC9EZ

• Deutsch/Original - WB_01D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH
• English - WB_01E: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/B3D5R
• Español/Latino - WB_01L:
• Русский - WB_01R:
Kapitel 1 von WAG-190D
## 1. Einleitung

Die Frage, ob eine Patientin mit komplexen dissoziativen Symptomen „simuliert“, also bewusst Symptome vortäuscht, ist in der klinischen Praxis von großer Relevanz, da sie weitreichende Konsequenzen für die therapeutische Haltung hat. Bei einer Fehleinschätzung kann dies zu schädlichen diagnostischen und therapeutischen Konsequenzen führen.

Im Fall Yenifer/Yenny werden immer wieder Fragen nach möglicher Simulation laut. Die Patientin ist vollständig auf Versorgung angewiesen, kann nicht arbeiten und zeigt erhebliche kognitive Beeinträchtigungen. Eine vorschnelle Diagnose einer Simulation wäre jedoch nicht nur falsch, sondern für die Patientin potenziell schädlich. Der vorliegende Fall legt vielmehr eine strukturelle Dissoziation mit einem sekundären, die Exekutive kontrollierenden Bewusstsein nahe, wie es im Typ-2-Modell beschrieben wird.

Die klinische Relevanz dieser Abgrenzung ergibt sich aus den völlig unterschiedlichen therapeutischen Konsequenzen: Während bei Simulation eine Konfrontation und ein Behandlungsabbruch indiziert sein können, würde eine solche Konfrontation bei einer Patientin mit struktureller Dissoziation vom Typ 2 die Abwehr des sekundären Bewusstseins radikalisieren. Die Differentialdiagnose ist daher nicht nur von akademischem Interesse, sondern entscheidet über den Zugang zur Patientin.

Ziel des vorliegenden Dokuments ist eine systematische Abwägung der Pro- und Contra-Argumente für Simulation auf Basis der vorliegenden Falldokumentation.

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Physischer Band: WB_13D – Grenzen bisheriger Theorien & Abgrenzungen

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Datum der letzten Änderung: 25.09.2026