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🇩🇪 WAN-142D 2.0 20 Theoretische Grenzen und testpsychologische Erfassung von Typ 2δ ¦

Dokumentdetails: 🇩🇪 WAN-142D

Version: 2.0 (Datum: 2026-06-23)

YAML-Daten von WAN-142D
Schlüssel Wert
wa_id WAN-142D
wb_band WB_12D
title WAN-142D: Theoretische Grenzen und testpsychologische Erfassung von Typ 2δ
subtitle WA-Korpus - Band WB_12D 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH
author Thor Alexander (ORCID: 0009-0007-8347-0962, 🔗 https://osf.io/snmx5/)
version Version 4.0 vom 2026-06-23
footline WAN-142D: Theoretische Grenzen von Typ 2δ (V4.0)
abstract Dieses Dokument untersucht die testpsychologische Erfassbarkeit des hypothetischen Typ 2δ und analysiert, ob und inwiefern diese Konfiguration die Grenzen der bestehenden klinischen und theoretischen Modelle sprengt. Es diskutiert die Anwendbarkeit und die Grenzen standardisierter neuropsychologischer Tests (MoCA, CERAD) und dissoziativer Diagnoseinstrumente (SKID-D, MID, DDIS) für diesen spezifischen Zustand. In der theoretischen Reflexion wird die Position von Typ 2δ im Verhältnis zu den etablierten Modellen der strukturellen Dissoziation, der Janetschen Theorie und der kybernetischen Notwendigkeit des neuen Typs (WAG-900) bestimmt. Die Analyse mündet in die These, dass Typ 2δ ein notwendiges, wenn auch spekulatives, Konzept ist, um eine Leerstelle im bestehenden Theoriegebäude zu schließen.
abstract_en This document examines the test-psychological assessability of hypothetical type 2δ and analyzes whether and to what extent this configuration exceeds the boundaries of existing clinical and theoretical models. It discusses the applicability and limits of standardized neuropsychological tests (MoCA, CERAD) and dissociative diagnostic instruments (SCID-D, MID, DDIS) for this specific condition. In the theoretical reflection, the position of type 2δ is determined in relation to the established models of structural dissociation, Janetian theory, and the cybernetic necessity of the new type (WAG-900). The analysis culminates in the thesis that type 2δ is a necessary, albeit speculative, concept to close a gap in the existing theoretical edifice.
keywords Strukturelle Dissoziation, Typ 2δ, Testpsychologie, MoCA, SKID-D, Theoretische Grenzen, WAG-900, WAN-142, Yenifer, Yenny, WA-Korpus, K-PTBS
volumes WA-Korpus zur Strukturellen Dissoziation Typ 2 - Integrative Einzelfallanalyse Yenifer/Yenny: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/DC9EZ

• Deutsch/Original - WB_01D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH
• English - WB_01E: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/B3D5R
• Español/Latino - WB_01L:
• Русский - WB_01R:
Kapitel 1 von WAN-142D
## 1. Einleitung: Die Grenzen des Messbaren und des Denkbaren

Die vorangegangenen Dokumente WAN-140 und WAN-141 haben Typ 2δ von organischen und psychischen Störungen abgegrenzt. Diese differentialdiagnostische Arbeit warf eine grundsätzliche Frage auf, die bisher nicht systematisch behandelt wurde: Lässt sich das spezifische Defizit-Profil von Typ 2δ – der selektive Verlust des primären Bewusstseins bei erhaltener Exekutive des sekundären – mit den verfügbaren standardisierten Instrumenten überhaupt erfassen? Und falls nicht: Ist dies ein Mangel der Instrumente oder ein Hinweis darauf, dass Typ 2δ die Grenzen der bestehenden Modelle sprengt?

Diese beiden Fragen sind eng miteinander verwoben. Die testpsychologische Erfassung setzt ein Modell davon voraus, *was* gemessen werden soll. Wenn das zu messende Phänomen im bestehenden Modell nicht vorgesehen ist, kann es auch nicht gemessen werden – ein Zirkelschluss, der in der Geschichte der Psychologie und Medizin immer wieder aufgetreten ist und der im Falle von Typ 2δ besonders virulent wird.

### 1.1 Fragen des Dokuments

- Lassen sich die spezifischen Defizite von Typ 2δ mit standardisierten neuropsychologischen Tests (z.B. MoCA, CERAD) objektivieren, und welche Testprofile wären zu erwarten?
- Welche Grenzen haben standardisierte Instrumente zur Erfassung dissoziativer Störungen (SKID-D, MID, DDIS) bei der Diagnostik von Typ 2δ?
- Sprengt Typ 2δ die Grenzen der bestehenden Theorien, oder lässt er sich in das Modell der strukturellen Dissoziation und die Janetsche Theorie integrieren?
- Ist Typ 2δ eine notwendige Ergänzung des Theoriegebäudes – oder eine unnötige Verkomplizierung?

### 1.2 Thesen des Dokuments

1. These von der testpsychologischen Unsichtbarkeit: Typ 2δ entzieht sich der Erfassung durch standardisierte neuropsychologische und dissoziative Diagnoseinstrumente, weil diese entweder ein Subjekt voraussetzen, das Auskunft über sein inneres Erleben geben kann, oder ein globales kognitives Defizit messen, nicht aber den selektiven Verlust eines spezifischen Bewusstseinsstroms.

2. These von der Notwendigkeit des Neuen: Typ 2δ sprengt die Grenzen der bestehenden Modelle der strukturellen Dissoziation und der Janetschen Theorie, weil diese den Verlust eines gesamten Bewusstseinsstroms bei fortbestehendem zweiten nicht vorsehen. Er ist jedoch keine Willkür, sondern eine notwendige Ergänzung des Theoriegebäudes, um eine Leerstelle zu schließen, die in der klinischen Phänomenologie des Falles Yenifer/Yenny aufscheint. Diese These wird in WAG-900 ausführlich begründet.

3. These vom heuristischen Wert des Unmessbaren: Auch ein Phänomen, das sich der standardisierten Messung entzieht, kann einen hohen heuristischen Wert haben – vorausgesetzt, seine Grenzen werden klar benannt und seine Hypothetizität wird nicht verschleiert.

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Physischer Band: WB_20D –

Datei: WB_20 V0.9.md

Kein YAML-Block.

Datum der letzten Änderung: 25.09.2026