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🇩🇪 WAE-217D 2.1 05 Thomas Ogden – Die autistisch-contiguous Position ¦

Dokumentdetails: 🇩🇪 WAE-217D

Version: 2.1 (Datum: 2026-04-23)

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Kapitel 1 von WAE-217D
## 1. Einleitung: Thomas Ogden und die drei Positionen

Thomas Ogden wurde 1946 in den USA geboren. Er ist Psychoanalytiker, Ausbildung am San Paulo Psychoanalytic Institute, und gilt als einer der originellsten Denker der postkleinianischen Psychoanalyse. Er war Schüler von Wilfred Bion und Harold Searles und ist bekannt für seine Arbeiten zur psychoanalytischen Theorie des Denkens, zur Symbolisierung und zur triadischen Struktur der Erfahrung. Seine Hauptwerke sind *The Primitive Edge of Experience* (1989), *Subjects of Analysis* (1994) und *This Art of Psychoanalysis* (2005).

Ogden erweiterte Melanie Kleins Konzept der paranoid-schizoiden und depressiven Position um eine dritte, ursprünglichere Position: die autistisch-contiguous Position (auch: „autistisch-berührende“ oder „sensorisch-umhüllende“ Position). Die drei Positionen sind nicht lineare Phasen (wie bei Freud), sondern dialektische Modi des Erlebens, die ein Leben lang koexistieren. In gesunder Entwicklung können wir zwischen ihnen oszillieren; bei schweren Störungen (insbesondere bei Autismus und frühen Traumafolgestörungen) dominiert eine Position pathologisch.

Für den Fall Yenifer/Yenny ist Ogdens Konzept relevant, weil es die präverbale, sensorische Ebene der Störung erfasst – eine Ebene, die weder von Yenny (dem sekundären Bewusstsein) noch von der Spaltung zwischen primärem Bewusstsein und EP vollständig kontrolliert werden kann. Die Leuchtturm-Strategie (WAT-030) arbeitet genau auf dieser sensorischen Ebene (Rhythmus, sprachliche Prosodie, semantische Assoziationen) und kann daher die Abwehr des sekundären Systems teilweise umgehen.

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Physischer Band: WB_05D –

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Datum der letzten Änderung: 25.09.2026