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| Sprache | Datei | Version | Band | Titel | DOI + Link |
|---|---|---|---|---|---|
| 🇩🇪 | WAA-161D | 2.1 | 02, 16 | Abgrenzung der funktionalen und strukturellen Dissoziation von soziokognitiven Modellen – Eine systematische Gegenüberstellung | ¦ |
Dokumentdetails: 🇩🇪 WAA-161D
Version: 2.1 (Datum: 2026-08-01)
YAML-Daten von WAA-161D
| Schlüssel | Wert |
|---|---|
| wa_id | WAA-161D |
| wb_band | WB_02D |
| title | WAA-161D: Abgrenzung der funktionalen und strukturellen Dissoziation von soziokognitiven Modellen – Eine systematische Gegenüberstellung |
| subtitle | WA-Korpus - Band WB_02D 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[Band02D-geplant] |
| author | Thor Alexander (ORCID: 0009-0007-8347-0962, 🔗 https://osf.io/snmx5/) |
| version | Version 4.0 vom 2026-07-27 |
| footline | WAA-161D: Soziokognitive Modelle (V4.0) |
| abstract | Dieses Dokument grenzt die soziokognitiven Modelle der Dissoziation – insbesondere das Soziokognitive Model (SCM) und die funktionale Dissoziation des Selbst (Şar & Öztürk) – von der strukturellen Dissoziation Typ 2 ab. Es zeigt, dass das SCM und das Posttraumatic Model (PTM) keine sich ausschließenden Gegensätze sind, sondern komplementäre Perspektiven, die unterschiedliche Ebenen der dissoziativen Phänomenologie adressieren. Yenny wird als amplifiziertes sociological Self verstanden – eine soziokognitive Perspektive, die das SCM um die Dimension der kulturellen und sozialen Anpassung erweitert. Die Ausführungen gelten für beide Modelle (Typ 2α und Typ 2β), sofern nicht anders vermerkt. |
| abstract_en | This document distinguishes Soziokognitive models of dissociation – particularly the Soziokognitive Model (SCM) and the functional dissociation of the self (Şar & Öztürk) – from structural dissociation type 2. It demonstrates that the SCM and the Posttraumatic Model (PTM) are not mutually exclusive opposites but complementary perspectives addressing different levels of dissociative phenomenology. Yenny is understood as an amplified sociological Self – a Soziokognitive perspective that extends the SCM by the dimension of cultural and social adaptation. The findings apply to both models (type 2α and type 2β) unless stated otherwise. |
| keywords | Strukturelle Dissoziation, Typ 2, Soziokognitives Modell, Soziokognitive Model, funktionale Dissoziation, sociological Self, psychological Self, Trauma-Self, Posttraumatic Model, Lynn, Lilienfeld, Merckelbach, Şar, Öztürk, Mayer, transdiagnostisch, Yenifer, Yenny, WA-Korpus, K-PTBS, WAA-161 |
| volumes | WA-Korpus zur Strukturellen Dissoziation Typ 2 - Integrative Einzelfallanalyse Yenifer/Yenny: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/DC9EZ BAND 01: TYP 2 • Deutsch/Original - WB_01D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH • English - WB_01E: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/B3D5R • Español/Latino - WB_01L: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[geplant] • Русский - WB_01R: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[geplant] BAND 02: GRUNDLEGUNG • Deutsch/Original - WB_02D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[Band02D-geplant] BAND 04: LEUCHTTURM • Deutsch/Original - WB_04D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[Band04D-geplant] BAND 05: DYNAMIK • Deutsch/Original - WB_05D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[Band05D-geplant] BAND 12: IATROGEN • Deutsch/Original - WB_12D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/4B5C6 BAND 95: ERZÄHLUNGEN • Deutsch/Original - WB_95D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/RS49M • English - WB_95E: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[Band95E-geplant] • Español/Latino - WB_95L: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[Band95L-geplant] • Русский - WB_95R: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[Band95R-geplant] |
Kapitel 1 von WAA-161D
## 1. Einleitung
### 1.1 Warum eine Abgrenzung zu soziokognitiven Modellen notwendig ist
Die strukturelle Dissoziation Typ 2 – eine invertierte Hierarchie mit dauerhafter exekutiver Kontrolle des sekundären Bewusstseins – stellt die etablierten Theorien der Dissoziation vor erhebliche Herausforderungen. Während die Theorie der strukturellen Dissoziation (van der Hart, Nijenhuis & Steele, 2006) und die DIS-Literatur (Kluft, Ross) primär traumatische Ursachen betonen, existiert eine eigenständige soziokognitive Perspektive, die Dissoziation als Produkt sozialer und kognitiver Faktoren versteht. Die bisherige WA-Dokumentation hat diese Perspektive – insbesondere das Soziokognitive Model (SCM) – nur am Rande behandelt. WAA-160 führte Şars ‚Functional Dissociation of the Self‘ ein; WAA-150 lieferte die phänomenologische Beschreibung Yennys als funktionale Leere, und WAG-900 ordnete die Grenzen des Typ-2-Modells theoretisch ein.
Dieses Dokument schließt diese Lücke, indem es die soziokognitiven Modelle der Dissoziation systematisch mit der strukturellen Dissoziation Typ 2 vergleicht und abgrenzt. Es verfolgt drei Ziele:
1. Darstellung der soziokognitiven Perspektiven – insbesondere des Soziokognitive Model (SCM) und der funktionalen Dissoziation des Selbst (Şar & Öztürk, 2007).
2. Systematische Abgrenzung – funktionale vs. strukturelle Dissoziation, SCM vs. Posttraumatic Model (PTM), Şars Modell vs. andere soziokognitive Ansätze.
3. Integration in den WA-Korpus – Anwendung auf den Fall Yenifer/Yenny und Implikationen für die Leuchtturm-Strategie.
Die zentrale These lautet: Das Soziokognitive Model (SCM) und das Posttraumatic Model (PTM) sind keine sich ausschließenden Gegensätze, sondern komplementäre Perspektiven, die unterschiedliche Ebenen der dissoziativen Phänomenologie adressieren. Yenny kann als amplifiziertes sociological Self verstanden werden – eine soziokognitive Perspektive, die das SCM um die Dimension der kulturellen und sozialen Anpassung erweitert.
### 1.2 Fragen des Dokuments
Frage 1: Was ist das Soziokognitive Model (SCM) der Dissoziation, und welche zentralen Annahmen (Fantasieneigung, Suggestion, kulturelle Erwartungen, Medieneinflüsse) vertritt es?
Frage 2: Wie grenzt sich das SCM vom Posttraumatic Model (PTM) und von der strukturellen Dissoziation (TSDP) ab? Welche empirischen Kontroversen bestehen?
Frage 3: Welche Rolle spielen soziale Kognition, Theory of Mind und Empathie in der Dissoziationsforschung – und wie ist das Verhältnis dieser Konzepte zur funktionalen vs. strukturellen Dissoziation?
Frage 4: Wie verhält sich Şars Konzept der funktionalen Dissoziation (sociological Self, psychological Self, Trauma-Self) zu anderen soziokognitiven Ansätzen – insbesondere zum SCM von Lynn und zur „functional dissociation“ als klinischem Konzept (Mayer, 2023)?
Frage 5: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen zwischen funktionaler und struktureller Dissoziation in der klinischen Praxis – und wie kann die Unterscheidung die Therapie leiten?
Frage 6: Wie kann die soziokognitive Perspektive in die Leuchtturm-Strategie integriert werden – insbesondere durch die Berücksichtigung kultureller Narrative und sozialer Erwartungen, die Yennys sociological Self amplifizieren?
Frage 7: Welche transdiagnostischen und transtheoretischen Perspektiven (Lynn et al., 2022) können die scheinbare Dichotomie zwischen PTM und SCM überwinden und einen produktiven Rahmen für die Typ-2-Forschung bieten?
### 1.3 Thesen des Dokuments
These 1: Das Soziokognitive Model (SCM) und das Posttraumatic Model (PTM) sind keine sich ausschließenden Gegensätze, sondern komplementäre Perspektiven, die unterschiedliche Ebenen der dissoziativen Phänomenologie adressieren.
These 2: Die soziokognitive Perspektive auf Dissoziation (SCM) ist von Şars funktionaler Dissoziation des Selbst zu unterscheiden: Das SCM betont soziale und kognitive Variablen (Fantasieneigung, Suggestion), während Şar die strukturelle Abtrennung des sociological Self vom psychological Self in den Mittelpunkt stellt.
These 3: Die Unterscheidung zwischen funktionaler und struktureller Dissoziation ist klinisch relevant: Funktionale Dissoziation ist häufiger und betrifft die Abtrennung von Bewusstseinsinhalten ohne Spaltung der Persönlichkeit; strukturelle Dissoziation (Typ 2) ist eine dauerhafte Spaltung mit invertierter Hierarchie.
These 4: Yenny kann als amplifiziertes sociological Self verstanden werden – eine soziokognitive Perspektive, die das SCM um die Dimension der kulturellen und sozialen Anpassung erweitert.
These 5: Die Leuchtturm-Strategie adressiert implizit die soziokognitive Dimension, indem sie kulturelle Narrative (Marianismus, Familismus, Fatalismus) nicht konfrontiert, sondern durch eine alternative Erzählung von Authentizität und emotionaler Tiefe unterläuft.
These 6: Ein transdiagnostischer, transtheoretischer Rahmen (Lynn et al., 2022) bietet die produktivste Grundlage für die weitere Typ-2-Forschung, da er sowohl traumatische als auch soziokognitive Faktoren integriert.
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### 1.1 Warum eine Abgrenzung zu soziokognitiven Modellen notwendig ist
Die strukturelle Dissoziation Typ 2 – eine invertierte Hierarchie mit dauerhafter exekutiver Kontrolle des sekundären Bewusstseins – stellt die etablierten Theorien der Dissoziation vor erhebliche Herausforderungen. Während die Theorie der strukturellen Dissoziation (van der Hart, Nijenhuis & Steele, 2006) und die DIS-Literatur (Kluft, Ross) primär traumatische Ursachen betonen, existiert eine eigenständige soziokognitive Perspektive, die Dissoziation als Produkt sozialer und kognitiver Faktoren versteht. Die bisherige WA-Dokumentation hat diese Perspektive – insbesondere das Soziokognitive Model (SCM) – nur am Rande behandelt. WAA-160 führte Şars ‚Functional Dissociation of the Self‘ ein; WAA-150 lieferte die phänomenologische Beschreibung Yennys als funktionale Leere, und WAG-900 ordnete die Grenzen des Typ-2-Modells theoretisch ein.
Dieses Dokument schließt diese Lücke, indem es die soziokognitiven Modelle der Dissoziation systematisch mit der strukturellen Dissoziation Typ 2 vergleicht und abgrenzt. Es verfolgt drei Ziele:
1. Darstellung der soziokognitiven Perspektiven – insbesondere des Soziokognitive Model (SCM) und der funktionalen Dissoziation des Selbst (Şar & Öztürk, 2007).
2. Systematische Abgrenzung – funktionale vs. strukturelle Dissoziation, SCM vs. Posttraumatic Model (PTM), Şars Modell vs. andere soziokognitive Ansätze.
3. Integration in den WA-Korpus – Anwendung auf den Fall Yenifer/Yenny und Implikationen für die Leuchtturm-Strategie.
Die zentrale These lautet: Das Soziokognitive Model (SCM) und das Posttraumatic Model (PTM) sind keine sich ausschließenden Gegensätze, sondern komplementäre Perspektiven, die unterschiedliche Ebenen der dissoziativen Phänomenologie adressieren. Yenny kann als amplifiziertes sociological Self verstanden werden – eine soziokognitive Perspektive, die das SCM um die Dimension der kulturellen und sozialen Anpassung erweitert.
### 1.2 Fragen des Dokuments
Frage 1: Was ist das Soziokognitive Model (SCM) der Dissoziation, und welche zentralen Annahmen (Fantasieneigung, Suggestion, kulturelle Erwartungen, Medieneinflüsse) vertritt es?
Frage 2: Wie grenzt sich das SCM vom Posttraumatic Model (PTM) und von der strukturellen Dissoziation (TSDP) ab? Welche empirischen Kontroversen bestehen?
Frage 3: Welche Rolle spielen soziale Kognition, Theory of Mind und Empathie in der Dissoziationsforschung – und wie ist das Verhältnis dieser Konzepte zur funktionalen vs. strukturellen Dissoziation?
Frage 4: Wie verhält sich Şars Konzept der funktionalen Dissoziation (sociological Self, psychological Self, Trauma-Self) zu anderen soziokognitiven Ansätzen – insbesondere zum SCM von Lynn und zur „functional dissociation“ als klinischem Konzept (Mayer, 2023)?
Frage 5: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen zwischen funktionaler und struktureller Dissoziation in der klinischen Praxis – und wie kann die Unterscheidung die Therapie leiten?
Frage 6: Wie kann die soziokognitive Perspektive in die Leuchtturm-Strategie integriert werden – insbesondere durch die Berücksichtigung kultureller Narrative und sozialer Erwartungen, die Yennys sociological Self amplifizieren?
Frage 7: Welche transdiagnostischen und transtheoretischen Perspektiven (Lynn et al., 2022) können die scheinbare Dichotomie zwischen PTM und SCM überwinden und einen produktiven Rahmen für die Typ-2-Forschung bieten?
### 1.3 Thesen des Dokuments
These 1: Das Soziokognitive Model (SCM) und das Posttraumatic Model (PTM) sind keine sich ausschließenden Gegensätze, sondern komplementäre Perspektiven, die unterschiedliche Ebenen der dissoziativen Phänomenologie adressieren.
These 2: Die soziokognitive Perspektive auf Dissoziation (SCM) ist von Şars funktionaler Dissoziation des Selbst zu unterscheiden: Das SCM betont soziale und kognitive Variablen (Fantasieneigung, Suggestion), während Şar die strukturelle Abtrennung des sociological Self vom psychological Self in den Mittelpunkt stellt.
These 3: Die Unterscheidung zwischen funktionaler und struktureller Dissoziation ist klinisch relevant: Funktionale Dissoziation ist häufiger und betrifft die Abtrennung von Bewusstseinsinhalten ohne Spaltung der Persönlichkeit; strukturelle Dissoziation (Typ 2) ist eine dauerhafte Spaltung mit invertierter Hierarchie.
These 4: Yenny kann als amplifiziertes sociological Self verstanden werden – eine soziokognitive Perspektive, die das SCM um die Dimension der kulturellen und sozialen Anpassung erweitert.
These 5: Die Leuchtturm-Strategie adressiert implizit die soziokognitive Dimension, indem sie kulturelle Narrative (Marianismus, Familismus, Fatalismus) nicht konfrontiert, sondern durch eine alternative Erzählung von Authentizität und emotionaler Tiefe unterläuft.
These 6: Ein transdiagnostischer, transtheoretischer Rahmen (Lynn et al., 2022) bietet die produktivste Grundlage für die weitere Typ-2-Forschung, da er sowohl traumatische als auch soziokognitive Faktoren integriert.
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Physischer Band: WB_02D –
Keine Banddatei gefunden.
Virtueller Band: WB_16D –
Datei: WB_16D Das Selbst V0.8.md
| Schlüssel | Wert |
|---|---|
| wb_band | WB_16D |
| title | WB_16D: Das Selbst bei Typ 2 – Integration, Fragmentierung und Wiederherstellung |
| subtitle | WA-Korpus - Band WB_16D https://doi.org/10.17605/OSF.IO/[Band16D-geplant] |
| author | Thor Alexander |
| version | Version 1.0 vom 2026-07-20 |
| footline | WB_16D: Selbst bei Typ 2 (V1.0) |
| abstract | Dieser Band des WA-Korpus widmet sich dem Selbst in der strukturellen Dissoziation Typ 2. Er integriert die Perspektiven aus Bindungstheorie, Neurobiologie, Psychoanalyse und Phänomenologie zu einem kohärenten Bild der Selbstfragmentierung bei Yenifer/Yenny. Die sechs Leseschritte führen von der Grundlegung des Selbst (Selbst vs. Bewusstsein, narrative Identität) über die theoretischen Rahmen (Katalog und Synopse der Selbst-Konzepte) und die Fragmentierung des Selbst (Yenny als funktionale Leere) zur leiblichen Dimension (Körpergedächtnis) und der existenziellen Dimension (Zeit, Raum) bis hin zur integrativen Synthese (Schichtenmodell, Handeln ohne Seele, Würde). Der Band zeigt, dass das Selbst bei Typ 2 weder einfach "zerstört" noch "intakt" ist – es ist fragmentiert, aber nicht verschwunden; es ist unterdrückt, aber nicht erloschen. Die Wiederherstellung des Selbst ist das eigentliche Ziel der Heilung. Dies ist ein nicht begutachtetes Manuskript und Teil des WA-Korpus zur strukturellen Dissoziation Typ 2. |