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🇩🇪 WAS-68D 2.0 05 Rechte Hemisphäre, frühe Bindungstraumata und die neurobiologische Grundlage der Dissoziation ¦

Dokumentdetails: 🇩🇪 WAS-68D

Version: 2.0 (Datum: 2026-06-11)

YAML-Daten von WAS-68D
Schlüssel Wert
wa_id WAS-68D
wb_band WB_01D
title WAS-68D: Rechte Hemisphäre, frühe Bindungstraumata
und die neurobiologische Grundlage der Dissoziation
subtitle WA-Korpus - Band WB_01D (S – Systemstruktur) 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH
author Thor Alexander (ORCID: 0009-0007-8347-0962, 🔗 https://osf.io/snmx5/)
version Version 4.0 vom 2026-06-11
footline WAS-68D: Neurobiologische Grundlagen (V4.0)
abstract Dieses Dokument analysiert die neurobiologischen Konzepte von Allan Schore zur rechten Hemisphäre, zum orbitofrontalen Kortex und zur frühkindlichen Bindungstraumatisierung. Es zeigt die Relevanz dieser Konzepte für das Verständnis von Yenifers präverbaler Tiefenebene und der Resonanzphänomene des Begleiters (WAB-10) und grenzt die Grenzen von Schores Modell für die invertierte Hierarchie des Typ-2-Systems ab. Die Ausführungen gelten für beide Modelle (Typ 2α und Typ 2β), sofern nicht anders vermerkt. Dies ist ein nicht begutachtetes Manuskript und Teil von Band 01 des WA-Korpus.
abstract_en This document analyzes Allan Schore's neurobiological concepts of the right hemisphere, orbitofrontal cortex, and early attachment traumatization. It demonstrates the relevance of these concepts for understanding Yenifer's preverbal depth level and the companion's resonance phenomena (WAB-10) and delineates the limitations of Schore's model for the inverted hierarchy of the type-2 system. The findings apply to both models (type 2α and type 2β) unless stated otherwise. This is an unpublished manuscript and part of Volume 01 of the WA Corpus.
keywords Strukturelle Dissoziation, Typ 2, Schore, rechte Hemisphäre, orbitofrontaler Kortex, Bindungstrauma, Affektregulation, Regulationstheorie, rechtshemisphärische Dissoziation, präverbales Selbst, Yenifer, Yenny, WA-Korpus, K-PTBS, WAS-68
volumes WA-Korpus zur Strukturellen Dissoziation Typ 2 - Integrative Einzelfallanalyse Yenifer/Yenny: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/DC9EZ

• Deutsch/Original - WB_01D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH
• English - WB_01E: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/B3D5R
• Español/Latino - WB_01L:
• Русский - WB_01R:
Kapitel 1 von WAS-68D
## 1. Einleitung: Die neurobiologische Wende in der Bindungsforschung

Die moderne Traumaforschung steht vor einem Paradox: Yenifer (primäres Bewusstsein) ist unterdrückt, nicht zugänglich für therapeutische Arbeit. Dennoch existiert eine minimale, leibliche Verbindung zu ihr über den Resonanzkanal (WAB-10). Der Begleiter (Tobias) erlebt körperliche Resonanzphänomene – nächtliche Schweißausbrüche, Vorahnungen – die mit Wendepunkten im inneren System der Patientin korrespondieren. Diese Phänomene deuten auf eine präverbale, unbewusste Synchronisation hin, die sich bewusstseinsunabhängig vollzieht. Sie verweist auf eine Ebene des Selbst, die der narrativen Identität und der exekutiven Kontrolle vorgelagert ist: die Tiefenebene Yenifers, ihr präverbales, implizites Selbst.

Die neurobiologischen Arbeiten von Allan N. Schore liefern den Schlüssel zum Verständnis dieser Tiefenebene. Schore, oft als *„the American Bowlby“* bezeichnet, hat die Bindungsforschung um eine neurobiologische Dimension erweitert, die die grundlegende Bedeutung der rechten Hemisphäre für die emotionale Entwicklung, die Affektregulation und die Entstehung des impliziten Selbst betont. Seine Regulierungstheorie (*Regulation Theory*) integriert Erkenntnisse aus der Entwicklungsneurowissenschaft, der Affektforschung, der Bindungstheorie und der klinischen Psychopathologie zu einem kohärenten Modell der frühkindlichen Entwicklung, das auch für das Verständnis der neurobiologischen Folgen früher Bindungstraumata und der Pathogenese von Dissoziation von zentraler Bedeutung ist.

Die zentrale These dieses Dokuments lautet: Schores Modell der rechten Hemisphäre und des orbitofrontalen Kortex (OFC) erklärt die neurobiologische Grundlage von Yenifers präverbaler Tiefenebene und die Resonanzphänomene des Begleiters. Seine Konzepte bieten eine fundierte Beschreibung dafür, wie frühe Bindungstraumata (T0, T1, T3) die Entwicklung des rechten Gehirns beeinträchtigen und die Grundlage für eine lebenslange Dissoziationsneigung legen können.

Gleichzeitig stößt Schores neurobiologisches Modell jedoch an eine zentrale Grenze, die das Typ-2-Modell der strukturellen Dissoziation adressiert. Schores Ansatz – wie die meisten klinischen Modelle – geht von einer grundsätzlichen (wenn auch gestörten) Integrationsfähigkeit der rechten Hemisphäre aus. Er beschreibt keine Konfiguration, in der ein sekundäres Bewusstsein die alleinige Exekutive übernimmt und das primäre Bewusstsein vollständig unterdrückt (invertierte Hierarchie). Schores Modell kann erklären, *wie* die Tiefenebene funktioniert, aber nicht, *warum* sie dauerhaft blockiert ist und wie mit einem sekundären System umzugehen ist, das jede therapeutische Beziehung verweigert.

Dieses Dokument analysiert Schores zentrale neurobiologische Konzepte, wendet sie auf den Fall Yenifer/Yenny an und zeigt ihre Grenzen für die invertierte Hierarchie des Typ-2-Systems auf.

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Physischer Band: WB_05D – Theoretische Grundlagen der Dynamik: Bindung, Neurobiologie und Psychoanalyse

Keine Banddatei gefunden.

Datum der letzten Änderung: 25.09.2026