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| Sprache | Datei | Version | Band | Titel | DOI + Link |
|---|---|---|---|---|---|
| 🇩🇪 | WAG-136D | 2.0 | 13 | Sonstige dissoziative Störungen (DDNOS/OSDD) – Abgrenzung zur strukturellen Dissoziation Typ 2 | ¦ |
Dokumentdetails: 🇩🇪 WAG-136D
Version: 2.0 (Datum: 2026-06-17)
YAML-Daten von WAG-136D
| Schlüssel | Wert |
|---|---|
| wa_id | WAG-136D |
| wb_band | WB_11D |
| title | WAG-136D: Sonstige dissoziative Störungen (DDNOS/OSDD) – Abgrenzung zur strukturellen Dissoziation Typ 2 |
| subtitle | WA-Korpus - Band WB_11D 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH |
| author | Thor Alexander (ORCID: 0009-0007-8347-0962, 🔗 https://osf.io/snmx5/) |
| version | Version 4.0 vom 2026-06-15 |
| footline | WAG-136D: DDNOS/OSDD vs. Typ 2 (V4.0) |
| abstract | Dieses Dokument analysiert die differentialdiagnostische Abgrenzung zwischen den sonstigen dissoziativen Störungen (DDNOS, OSDD, PDID) und der strukturellen Dissoziation Typ 2 (Fall Yenifer/Yenny). OSDD ist die häufigste dissoziative Störung und wird bei etwa 40 % aller dissoziativen Fälle diagnostiziert. Die ICD-11 führte 2022 die partielle DIS (PDID) als neue Diagnose ein. Allen diesen Kategorien ist gemeinsam, dass sie auf einer Koexistenz mehrerer Bewusstseinszustände (ANP, EP, fragmentierte Identitätszustände) basieren, bei denen das primäre Bewusstsein prinzipiell zugänglich bleibt. Typ 2 weist eine völlig andere Konfiguration auf: Ein sekundäres Bewusstsein (Yenny) hat die alleinige, dauerhafte Exekutive übernommen; das primäre Bewusstsein (Yenifer) ist vollständig unterdrückt. Die entscheidende Differenz liegt in der Substitution statt Koexistenz der Bewusstseinsströme. Die Ausführungen gelten für beide Modelle (Typ 2α und Typ 2β), sofern nicht anders vermerkt. Dies ist ein nicht begutachtetes Manuskript und Teil von Band 11 des WA-Korpus zur strukturellen Dissoziation Typ 2. |
| abstract_en | This document analyzes the differential diagnostic distinction between Other Specified Dissociative Disorders (DDNOS, OSDD, PDID) and structural dissociation type 2 (case Yenifer/Yenny). OSDD is the most common dissociative disorder, diagnosed in approximately 40% of dissociative cases. ICD-11 introduced Partial DID (PDID) as a new diagnosis in 2022. All these categories share a common basis: the coexistence of multiple consciousness states (ANP, EP, fragmented identity states) in which the primary consciousness remains accessible. Type 2 presents a completely different configuration: a secondary consciousness (Yenny) has assumed sole, permanent executive control; the primary consciousness (Yenifer) is completely suppressed. The key difference lies in substitution rather than coexistence of consciousness streams. The findings apply to both models (type 2α and type 2β) unless stated otherwise. This is an unpublished manuscript and part of Volume 11 of the WA Corpus on Structural Dissociation Type 2. |
| keywords | Strukturelle Dissoziation, Typ 2, DDNOS, OSDD, PDID, partielle DIS, dissoziative Identitätsstörung, ICD-11, DSM-5, ANP, EP, wechselnde Exekutive, Amnesie, einseitige Amnesie, Substitution, invertierte Hierarchie, TSDP, Fallanalyse, Yenifer, Yenny, WA-Korpus, K-PTBS, WAG-136 |
| volumes | WA-Korpus zur Strukturellen Dissoziation Typ 2 - Integrative Einzelfallanalyse Yenifer/Yenny: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/DC9EZ • Deutsch/Original - WB_01D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH • English - WB_01E: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/B3D5R • Español/Latino - WB_01L: • Русский - WB_01R: |
Kapitel 1 von WAG-136D
## 1. Einleitung: Die Grauzone der dissoziativen Störungen
Die vorangegangenen Dokumente der WAG-Reihe haben die differentialdiagnostische Abgrenzung zwischen der strukturellen Dissoziation Typ 2 und der Dissoziativen Identitätsstörung (DID, WAG-135) sowie zwischen Typ 2 und PTBS/K-PTBS (WAG-130, WAG-131) untersucht. Diese Dokumente zeigten, dass die DID eine grundlegend andere Struktur aufweist: Sie basiert auf der Koexistenz mehrerer ANP (anscheinend normaler Persönlichkeitsanteile) mit wechselnder Exekutive; Typ 2 hingegen auf der Substitution – ein sekundäres Bewusstsein (Yenny) hat die alleinige, dauerhafte Exekutive übernommen, das primäre Bewusstsein (Yenifer) ist vollständig unterdrückt.
Ein wichtiger Grund für die Auseinandersetzung mit DDNOS/OSDD/PDID im Kontext von Typ 2 ist die hohe Komorbidität dieser Diagnosen mit der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Rodewald et al. (2011) zeigten, dass PTBS die häufigste Komorbidität bei DID und DDNOS ist. Diese phänomenologische Nähe zwischen PTBS und den sonstigen dissoziativen Störungen legt nahe, auch die strukturelle Dissoziation Typ 2 – die selbst keine PTBS-Kriterien erfüllt (vgl. WAG-130, WAG-131) – mit diesen Kategorien zu vergleichen, um zu prüfen, ob Typ 2 möglicherweise in das Spektrum der DDNOS/OSDD/PDID eingeordnet werden könnte. Die folgende Gegenüberstellung wird zeigen, dass dies nicht der Fall ist.
### 1.1 Historische Entwicklung: Von DDNOS zu OSDD/UDD (DSM-5-TR)
Im DSM-IV wurde die Restkategorie dissoziativer Störungen als DDNOS (*Dissociative Disorder Not Otherwise Specified*, deutsch: *nicht näher bezeichnete dissoziative Störung*) geführt. Mit der Veröffentlichung des DSM-5 im Jahr 2013 wurde diese Kategorie durch zwei neue Bezeichnungen ersetzt:
- OSDD (*Other Specified Dissociative Disorder*, deutsch: *andere spezifische dissoziative Störung*) – wenn der Kliniker den Grund für die Nichterfüllung der Kriterien angeben möchte.
- UDD (*Unspecified Dissociative Disorder*, deutsch: *nicht näher bezeichnete dissoziative Störung*) – wenn keine ausreichenden Informationen vorliegen oder der Kliniker bewusst auf eine Spezifikation verzichtet.
Tabelle 1: Terminologie der Residualkategorien in elf Sprachen
| Sprache | DDNOS (historisch) | OSDD | UDD |
|---------|--------------------|------|-----|
| Deutsch | nicht näher bezeichnete dissoziative Störung | andere spezifische dissoziative Störung | nicht näher bezeichnete dissoziative Störung |
| Englisch | Dissociative Disorder Not Otherwise Specified | Other Specified Dissociative Disorder | Unspecified Dissociative Disorder |
| Spanisch | trastorno disociativo no especificado | otro trastorno disociativo especificado | trastorno disociativo no especificado |
| Französisch | trouble dissociatif non spécifié | autre trouble dissociatif spécifié | trouble dissociatif non spécifié |
| Portugiesisch | transtorno dissociativo sem outra especificação | outro transtorno dissociativo especificado | transtorno dissociativo não especificado |
| Italienisch | disturbo dissociativo non altrimenti specificato | altro disturbo dissociativo specificato | disturbo dissociativo non specificato |
| Türkisch | başka türlü adlandırılamayan dissosiyatif bozukluk | diğer belirtilmiş dissosiyatif bozukluk | tanımlanmamış dissosiyatif bozukluk |
| Russisch | диссоциативное расстройство, не классифицированное в других рубриках (БДУ) | другое уточненное диссоциативное расстройство | неуточненное диссоциативное расстройство |
| Japanisch | 特定不能の解離性障害 | その他の特定される解離性障害 | 特定不能の解離性障害 |
| Koreanisch | 달리 분류되지 않는 해리성 장애 | 기타 명시된 해리성 장애 | 상세불명의 해리성 장애 |
| Chinesisch (vereinfacht) | 未特定的分离性障碍 | 其他特定的分离性障碍 | 未特定的分离性障碍 |
OSDD ist die häufigste dissoziative Störung und wird bei etwa 40 % aller dissoziativen Fälle diagnostiziert.
### 1.2 Die partielle DIS (PDID) nach ICD-11 – Eine Brückendiagnose
Die ICD-11 führte im Jahr 2022 eine neue Diagnose ein: die partielle Dissoziative Identitätsstörung (PDID, Code 6B65). Sie adressiert eine Lücke zwischen der voll ausgeprägten DID (6B64) und den unspezifischen Residualkategorien.
Tabelle 2: Terminologie der PDID in elf Sprachen
| Sprache | Begriff |
|---------|---------|
| Deutsch | partielle Dissoziative Identitätsstörung |
| Englisch | Partial Dissociative Identity Disorder (PDID) |
| Spanisch | trastorno de identidad disociativo parcial |
| Französisch | trouble dissociatif de l'identité partiel |
| Portugiesisch | transtorno dissociativo de identidade parcial |
| Italienisch | disturbo dissociativo dell'identità parziale |
| Türkisch | kısmi dissosiyatif kimlik bozukluğu |
| Russisch | частичное диссоциативное расстройство идентичности |
| Japanisch | 部分解離性同一性障害 |
| Koreanisch | 부분 해리성 정체성 장애 |
| Chinesisch (vereinfacht) | 部分性分离性身份障碍 |
Die PDID ist die Diagnose, die phänotypisch der strukturellen Dissoziation Typ 2 am nächsten kommt – und zugleich diejenige, von der sie sich am klarsten abgrenzen lässt.
### 1.3 Die Kontroverse um die Validität von DID und PDID
Die empirische Basis der DID und PDID wird kontrovers diskutiert. Roepke et al. (2026) argumentierten im Deutschen Ärzteblatt, dass beide Diagnosen bis unzureichend validiert seien. Die vorhandenen Befunde zeigten eine deutliche Überlappung mit komplexer PTBS und Borderline-Persönlichkeitsstörung; die postulierte Amnesie zwischen Persönlichkeitszuständen werde durch die Daten nicht belastbar gestützt. Spiegel et al. (2011) kamen zu dem Schluss, dass die Mehrheit der OSDD-Fälle eigentlich undiagnostizierte DID-Fälle seien. Rodewald et al. (2011) bestätigten die phänomenologische Verwandtschaft von PTBS, DID und DDNOS.
### 1.4 Die zentrale Frage dieses Dokuments
> Können DDNOS, OSDD oder PDID die spezifische Konfiguration des Typ 2 (invertierte Hierarchie, Substitution) adäquat abbilden? Oder stellt Typ 2 eine qualitativ andersartige Konfiguration dar, die über die etablierten Restkategorien hinausgeht?
### 1.5 Konkrete Thesen des Dokuments
1. OSDD, DDNOS und PDID basieren auf Koexistenz mehrerer Bewusstseinszustände, bei denen das primäre Bewusstsein prinzipiell zugänglich bleibt.
2. Typ 2 basiert auf Substitution – ein sekundäres Bewusstsein hat die alleinige, dauerhafte Exekutive.
3. Die einseitige Amnesie und das Fehlen von Intrusionen unterscheiden Typ 2 von allen Residualkategorien.
4. Die Leuchtturm-Strategie ist die einzig angemessene Haltung. Die phasenorientierte DID/DDNOS-Therapie ist kontraindiziert.
---
Die vorangegangenen Dokumente der WAG-Reihe haben die differentialdiagnostische Abgrenzung zwischen der strukturellen Dissoziation Typ 2 und der Dissoziativen Identitätsstörung (DID, WAG-135) sowie zwischen Typ 2 und PTBS/K-PTBS (WAG-130, WAG-131) untersucht. Diese Dokumente zeigten, dass die DID eine grundlegend andere Struktur aufweist: Sie basiert auf der Koexistenz mehrerer ANP (anscheinend normaler Persönlichkeitsanteile) mit wechselnder Exekutive; Typ 2 hingegen auf der Substitution – ein sekundäres Bewusstsein (Yenny) hat die alleinige, dauerhafte Exekutive übernommen, das primäre Bewusstsein (Yenifer) ist vollständig unterdrückt.
Ein wichtiger Grund für die Auseinandersetzung mit DDNOS/OSDD/PDID im Kontext von Typ 2 ist die hohe Komorbidität dieser Diagnosen mit der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Rodewald et al. (2011) zeigten, dass PTBS die häufigste Komorbidität bei DID und DDNOS ist. Diese phänomenologische Nähe zwischen PTBS und den sonstigen dissoziativen Störungen legt nahe, auch die strukturelle Dissoziation Typ 2 – die selbst keine PTBS-Kriterien erfüllt (vgl. WAG-130, WAG-131) – mit diesen Kategorien zu vergleichen, um zu prüfen, ob Typ 2 möglicherweise in das Spektrum der DDNOS/OSDD/PDID eingeordnet werden könnte. Die folgende Gegenüberstellung wird zeigen, dass dies nicht der Fall ist.
### 1.1 Historische Entwicklung: Von DDNOS zu OSDD/UDD (DSM-5-TR)
Im DSM-IV wurde die Restkategorie dissoziativer Störungen als DDNOS (*Dissociative Disorder Not Otherwise Specified*, deutsch: *nicht näher bezeichnete dissoziative Störung*) geführt. Mit der Veröffentlichung des DSM-5 im Jahr 2013 wurde diese Kategorie durch zwei neue Bezeichnungen ersetzt:
- OSDD (*Other Specified Dissociative Disorder*, deutsch: *andere spezifische dissoziative Störung*) – wenn der Kliniker den Grund für die Nichterfüllung der Kriterien angeben möchte.
- UDD (*Unspecified Dissociative Disorder*, deutsch: *nicht näher bezeichnete dissoziative Störung*) – wenn keine ausreichenden Informationen vorliegen oder der Kliniker bewusst auf eine Spezifikation verzichtet.
Tabelle 1: Terminologie der Residualkategorien in elf Sprachen
| Sprache | DDNOS (historisch) | OSDD | UDD |
|---------|--------------------|------|-----|
| Deutsch | nicht näher bezeichnete dissoziative Störung | andere spezifische dissoziative Störung | nicht näher bezeichnete dissoziative Störung |
| Englisch | Dissociative Disorder Not Otherwise Specified | Other Specified Dissociative Disorder | Unspecified Dissociative Disorder |
| Spanisch | trastorno disociativo no especificado | otro trastorno disociativo especificado | trastorno disociativo no especificado |
| Französisch | trouble dissociatif non spécifié | autre trouble dissociatif spécifié | trouble dissociatif non spécifié |
| Portugiesisch | transtorno dissociativo sem outra especificação | outro transtorno dissociativo especificado | transtorno dissociativo não especificado |
| Italienisch | disturbo dissociativo non altrimenti specificato | altro disturbo dissociativo specificato | disturbo dissociativo non specificato |
| Türkisch | başka türlü adlandırılamayan dissosiyatif bozukluk | diğer belirtilmiş dissosiyatif bozukluk | tanımlanmamış dissosiyatif bozukluk |
| Russisch | диссоциативное расстройство, не классифицированное в других рубриках (БДУ) | другое уточненное диссоциативное расстройство | неуточненное диссоциативное расстройство |
| Japanisch | 特定不能の解離性障害 | その他の特定される解離性障害 | 特定不能の解離性障害 |
| Koreanisch | 달리 분류되지 않는 해리성 장애 | 기타 명시된 해리성 장애 | 상세불명의 해리성 장애 |
| Chinesisch (vereinfacht) | 未特定的分离性障碍 | 其他特定的分离性障碍 | 未特定的分离性障碍 |
OSDD ist die häufigste dissoziative Störung und wird bei etwa 40 % aller dissoziativen Fälle diagnostiziert.
### 1.2 Die partielle DIS (PDID) nach ICD-11 – Eine Brückendiagnose
Die ICD-11 führte im Jahr 2022 eine neue Diagnose ein: die partielle Dissoziative Identitätsstörung (PDID, Code 6B65). Sie adressiert eine Lücke zwischen der voll ausgeprägten DID (6B64) und den unspezifischen Residualkategorien.
Tabelle 2: Terminologie der PDID in elf Sprachen
| Sprache | Begriff |
|---------|---------|
| Deutsch | partielle Dissoziative Identitätsstörung |
| Englisch | Partial Dissociative Identity Disorder (PDID) |
| Spanisch | trastorno de identidad disociativo parcial |
| Französisch | trouble dissociatif de l'identité partiel |
| Portugiesisch | transtorno dissociativo de identidade parcial |
| Italienisch | disturbo dissociativo dell'identità parziale |
| Türkisch | kısmi dissosiyatif kimlik bozukluğu |
| Russisch | частичное диссоциативное расстройство идентичности |
| Japanisch | 部分解離性同一性障害 |
| Koreanisch | 부분 해리성 정체성 장애 |
| Chinesisch (vereinfacht) | 部分性分离性身份障碍 |
Die PDID ist die Diagnose, die phänotypisch der strukturellen Dissoziation Typ 2 am nächsten kommt – und zugleich diejenige, von der sie sich am klarsten abgrenzen lässt.
### 1.3 Die Kontroverse um die Validität von DID und PDID
Die empirische Basis der DID und PDID wird kontrovers diskutiert. Roepke et al. (2026) argumentierten im Deutschen Ärzteblatt, dass beide Diagnosen bis unzureichend validiert seien. Die vorhandenen Befunde zeigten eine deutliche Überlappung mit komplexer PTBS und Borderline-Persönlichkeitsstörung; die postulierte Amnesie zwischen Persönlichkeitszuständen werde durch die Daten nicht belastbar gestützt. Spiegel et al. (2011) kamen zu dem Schluss, dass die Mehrheit der OSDD-Fälle eigentlich undiagnostizierte DID-Fälle seien. Rodewald et al. (2011) bestätigten die phänomenologische Verwandtschaft von PTBS, DID und DDNOS.
### 1.4 Die zentrale Frage dieses Dokuments
> Können DDNOS, OSDD oder PDID die spezifische Konfiguration des Typ 2 (invertierte Hierarchie, Substitution) adäquat abbilden? Oder stellt Typ 2 eine qualitativ andersartige Konfiguration dar, die über die etablierten Restkategorien hinausgeht?
### 1.5 Konkrete Thesen des Dokuments
1. OSDD, DDNOS und PDID basieren auf Koexistenz mehrerer Bewusstseinszustände, bei denen das primäre Bewusstsein prinzipiell zugänglich bleibt.
2. Typ 2 basiert auf Substitution – ein sekundäres Bewusstsein hat die alleinige, dauerhafte Exekutive.
3. Die einseitige Amnesie und das Fehlen von Intrusionen unterscheiden Typ 2 von allen Residualkategorien.
4. Die Leuchtturm-Strategie ist die einzig angemessene Haltung. Die phasenorientierte DID/DDNOS-Therapie ist kontraindiziert.
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Physischer Band: WB_13D – Grenzen bisheriger Theorien & Abgrenzungen
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