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| Sprache | Datei | Version | Band | Titel | DOI + Link |
|---|---|---|---|---|---|
| 🇩🇪 | WAE-300D | 2.0 | 05 | R. D. Laing – Das geteilte Selbst | ¦ |
Dokumentdetails: 🇩🇪 WAE-300D
Version: 2.0 (Datum: 2026-04-23)
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Kapitel 1 von WAE-300D
## 1. Einleitung: Ronald David Laing – Leben und Werk
Ronald David Laing wurde am 7. Oktober 1927 in Glasgow (Schottland) geboren und starb am 23. August 1989 in St. Tropez (Frankreich). Er studierte Medizin an der University of Glasgow, spezialisierte sich auf Psychiatrie und arbeitete am Tavistock Institute in London. Laing war eine der umstrittensten Figuren der Psychiatrie des 20. Jahrhunderts: Er lehnte die damalige Praxis der Zwangsbehandlung und Elektroschocktherapie ab und versuchte, die subjektive Erfahrung psychotischer Patienten zu verstehen, anstatt sie nur zu klassifizieren.
Sein Hauptwerk *The Divided Self: An Existential Study in Sanity and Madness* (1960) erschien auf Deutsch als *Das geteilte Selbst*. Darin beschrieb er phänomenologisch die innere Welt schizophrener und dissoziativer Patienten, ohne sie auf neurobiologische Defizite zu reduzieren. Laing betonte, dass die Spaltung des Selbst eine verständliche, wenn auch pathologische Anpassung an unerträgliche familiäre und soziale Bedingungen sei. Spätere Werke (*Knots*, *The Politics of Experience*) wurden zunehmend politisch und radikal; sein Einfluss in der akademischen Psychiatrie schwand, aber in der Anti-Psychiatrie-Bewegung blieb er prominent.
Für den Fall Yenifer/Yenny ist Laings Frühwerk relevant, weil es eine phänomenologische Tiefenschicht der strukturellen Dissoziation beschreibt: das Gefühl, in einer „leblosen Fassade“ zu leben (Yenny), während das wahre Selbst (Yenifer) in einer inneren Festung gefangen ist.
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Ronald David Laing wurde am 7. Oktober 1927 in Glasgow (Schottland) geboren und starb am 23. August 1989 in St. Tropez (Frankreich). Er studierte Medizin an der University of Glasgow, spezialisierte sich auf Psychiatrie und arbeitete am Tavistock Institute in London. Laing war eine der umstrittensten Figuren der Psychiatrie des 20. Jahrhunderts: Er lehnte die damalige Praxis der Zwangsbehandlung und Elektroschocktherapie ab und versuchte, die subjektive Erfahrung psychotischer Patienten zu verstehen, anstatt sie nur zu klassifizieren.
Sein Hauptwerk *The Divided Self: An Existential Study in Sanity and Madness* (1960) erschien auf Deutsch als *Das geteilte Selbst*. Darin beschrieb er phänomenologisch die innere Welt schizophrener und dissoziativer Patienten, ohne sie auf neurobiologische Defizite zu reduzieren. Laing betonte, dass die Spaltung des Selbst eine verständliche, wenn auch pathologische Anpassung an unerträgliche familiäre und soziale Bedingungen sei. Spätere Werke (*Knots*, *The Politics of Experience*) wurden zunehmend politisch und radikal; sein Einfluss in der akademischen Psychiatrie schwand, aber in der Anti-Psychiatrie-Bewegung blieb er prominent.
Für den Fall Yenifer/Yenny ist Laings Frühwerk relevant, weil es eine phänomenologische Tiefenschicht der strukturellen Dissoziation beschreibt: das Gefühl, in einer „leblosen Fassade“ zu leben (Yenny), während das wahre Selbst (Yenifer) in einer inneren Festung gefangen ist.
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Physischer Band: WB_05D – Theoretische Grundlagen der Dynamik: Bindung, Neurobiologie und Psychoanalyse
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