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🇩🇪 WAG-103D 1.0 13 John Gunderson – Borderline-Persönlichkeitsstörung nach DSM und die Abgrenzung zur strukturellen Dissoziation Typ 2 ¦

Dokumentdetails: 🇩🇪 WAG-103D

Version: 1.0 (Datum: 2026-06-11)

YAML-Daten von WAG-103D
Schlüssel Wert
wa_id WAG-103D
wb_band WB_11D
title WAG-103D:
John Gunderson – Borderline-Persönlichkeitsstörung nach DSM und die Abgrenzung zur strukturellen Dissoziation Typ 2
subtitle WA-Korpus - Band WB_11D
🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH
author Thor Alexander (ORCID: 0009-0007-8347-0962, 🔗 https://osf.io/snmx5/)
version Version 4.0 vom 2026-06-11
footline WAG-103D: Gunderson vs. Typ 2 (V4.0)
abstract Dieses Dokument analysiert John Gundersons Beitrag zur Operationalisierung der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD) im DSM-III bis DSM-5 im Vergleich zur strukturellen Dissoziation Typ 2 (Fall Yenifer/Yenny). Die neun DSM-5-Kriterien werden systematisch auf den Fall angewendet. Es wird gezeigt, dass typische BPD-Merkmale (Impulsivität, Selbstverletzung, affektive Instabilität, unkontrollierte Wut) bei Yenifer/Yenny nicht erfüllt sind und dass die phänotypische Ähnlichkeit (Identitätsdiffusion, Beziehungsinstabilität) eine strukturelle Verschiedenheit verdeckt. Die entscheidende Differenz liegt in der therapeutischen Zugänglichkeit: Bei BPD ist der Patient als ganze Person ansprechbar, bei Typ 2 ist das primäre Bewusstsein (Yenifer) nicht erreichbar. Die Ausführungen gelten für beide Modelle (Typ 2α und Typ 2β), sofern nicht anders vermerkt. Dies ist ein nicht begutachtetes Manuskript und Teil von Band 11 des WA-Korpus zur strukturellen Dissoziation Typ 2.
abstract_en This document analyzes John Gunderson's contribution to the operationalization of borderline personality disorder (BPD) in DSM-III through DSM-5 in comparison to structural dissociation type 2 (case Yenifer/Yenny). The nine DSM-5 criteria are systematically applied to the case. It is shown that typical BPD features (impulsivity, self-harm, affective instability, uncontrollable anger) are not present in Yenifer/Yenny, and that the phenotypic similarity (identity diffusion, relationship instability) conceals a structural difference. The key difference lies in therapeutic accessibility: In BPD, the patient is accessible as a whole person; in type 2, the primary consciousness (Yenifer) is not reachable. The findings apply to both models (type 2α and type 2β) unless stated otherwise. This is an unpublished manuscript and part of Volume 11 of the WA Corpus on Structural Dissociation Type 2.
keywords Strukturelle Dissoziation, Typ 2, Gunderson, Borderline-Persönlichkeitsstörung, BPD, DSM-5, DSM-III, diagnostische Kriterien, Impulsivität, Selbstverletzung, affektive Instabilität, Identitätsdiffusion, Komorbidität, Verlauf, Good Psychiatric Management, Fallanalyse, Einzelfall, Yenifer, Yenny, WA-Korpus, K-PTBS, WAG-103
volumes WA-Korpus zur Strukturellen Dissoziation Typ 2 - Integrative Einzelfallanalyse Yenifer/Yenny: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/DC9EZ

• Deutsch/Original - WB_01D: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/42UQH
• English - WB_01E: 🔗 https://doi.org/10.17605/OSF.IO/B3D5R
• Español/Latino - WB_01L:
• Русский - WB_01R:
Kapitel 1 von WAG-103D
## 1. Einleitung: John Gundersons Bedeutung für die BPD-Diagnostik

John G. Gunderson (1942–2019) war ein US-amerikanischer Psychiater, Psychoanalytiker und Professor für Psychiatrie an der Harvard University. Er war Gründer des Borderline-Zentrums am McLean Hospital und gilt als derjenige, der die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD) als eigenständiges psychiatrisches Syndrom identifizierte und gegenüber anderen Diagnosen abgrenzte. Mit seiner 1975 gemeinsam mit Margaret Singer veröffentlichten grundlegenden Arbeit etablierte er die BPD als valide diagnostische Kategorie.

Gundersons besondere Leistung liegt in der Operationalisierung der BPD-Kriterien für die systematische Diagnostik. Seine Arbeit führte zur Aufnahme der BPD in das DSM-III (1980) und prägte seither die klinische Praxis und Forschung. Er entwickelte die erste strukturierte diagnostische Interviews für BPD, die Diagnostic Interview for Borderline Patients (DIB). Später entwickelte er das Good Psychiatric Management (GPM) , ein evidenzbasiertes, weniger aufwändiges Behandlungsmodell für BPD.

Da der Fall Yenifer/Yenny phänotypische Ähnlichkeiten mit BPD aufweist (Identitätsdiffusion, Beziehungsinstabilität), ist eine systematische Prüfung der DSM-Kriterien unerlässlich. Die vorliegende Analyse zeigt: Die BPD-Kriterien sind bei Yenifer/Yenny nicht erfüllt, und die phänotypische Ähnlichkeit verdeckt eine tiefgreifende strukturelle Verschiedenheit. Gundersons Modell ist deskriptiv-phänomenologisch und kann Typ 2 daher nicht erklären.

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Physischer Band: WB_13D – Grenzen bisheriger Theorien & Abgrenzungen

Keine Banddatei gefunden.

Datum der letzten Änderung: 25.09.2026